Sonntag, 27. Januar 2013

Herrje - ist das etwa Altersweisheit, ...

... die sich da schleichend bei mir einnistet? Oder lediglich eine verbesserte Taktik, mit Verlusten umzugehen?

Hab' ich mich früher ewig geärgert, wenn mir z.B. im Haushalt was zu Bruch gegangen ist, beobachte ich neuerdings mit Erstaunen, wie emotions"gedämpft" ich solche, nun häufiger mal auftretenden Ereignisse zu den Akten lege.

Gerade eben:
Ich war dabei, die letzten an Weihnachten erinnernden "Devotionalien" wegzuräumen und hatte einen sehr schönen, fast antiken Kerzenteller im Trockentuch, als das Telefon klingelte. 

Ein bisschen geschwatzt und dann mit Schwung das Handtuch wieder aufgenommen ... da rauscht auch schon das noch darin befindliche Tellerchen nach Art der fliegenden Untertassen durch den Raum und zerschellt am Heizkörper.

Während ich früher mit lautem Wehklagen den Schaden erst einmal ein Weilchen bekakelt hätte, hab' ich heute kurz aufgelacht ("Ein Stück Ballast weniger!"), flugs zu Handfeger und Kehrschaufel gegriffen und das Lieblingsstück endgültig entsorgt. Die Hände abgeklopft - erledigt!  

Positives Ergebnis der anschließenden Manöverkritik:
Bei ungünstiger Flugbahn resp. "ballistischer Kurve" hätte durchaus auch die Fensterscheibe dran glauben können - das wäre teuer geworden! Also Glück gehabt. Außerdem: Selber schuld.

Und so hat mir wieder einmal ein Verändern meiner Sichtweise auf unabänderliche Dinge sowohl die Laune als auch den daran hängenden Tag gerettet. (Danke, Vera F. Birkenbiehl.)

In Kombination mit der täglichen, kleinen Portion Selbstbetrug sollte ich damit den Rest des Lebensweges noch ganz gut schaffen ...


 


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